GANPH – Philosophie für die Polis

Fünfter internationaler Kongress der Gesellschaft für antike Philosophie (GANPH)

6.–9. September 2016, Universität Zürich

GANPH 2016 Plakat

Video-Aufzeichnungen
Video des Eröffnungsvortrags (Stream)
Text des Eröffnungsvortrags (PDF, 138 KB)
Video der Podiumdiskussion (Stream)
Video des Abschlussvortrags (Stream)

Photos
Bildergalerie

Interview in den UZH News vom 31. August 2016
Artikel in den UZH News

Plakate, Flyer, Abstracts und Infos
Plakat (PDF, 111 KB)
Flyer (PDF, 778 KB)
Flyer (druckbare Version) (PDF, 333 KB)

Abstracts (PDF, 774 KB)

Hotelinfos (PDF, 78 KB)

Call for Papers
Call for papers (D) (PDF, 145 KB) (beendet)
Call for papers (E) (PDF, 110 KB) (beendet)

Ausschreibung: Round Table zur Präsentation von Dissertationsvorhaben (PDF, 126 KB) (beendet)

Kongressorganisation

Leitung: Christoph Riedweg (christoph.riedweg@uzh.ch)
Sekretariat: Barbara Sigrist (barbara.sigrist@sglp.uzh.ch)
Seminar für Griechische und Lateinische Philologie
Universität Zürich, Rämistrasse 68, CH-8001 Zürich
Kongressbüro: RAI-F-041, Rämistrasse 74

Vortragsräume

RAI-G-041, Rämistrasse 74
RAI-H-041, Rämistrasse 74
KOL-G-201, Aula im Haupgebäude, Rämistrasse 71

Anmeldung

Anmeldungen sind an Barbara Sigrist (barbara.sigrist@sglp.uzh.ch) zu richten. Die Teilnahmegebühr von 20 Fr. kann zu Beginn des Kongresses im Kongressbüro bezahlt werden. Studierende und Doktorierende sind von der Gebühr ausgenommen.
Für Eröffnungsvortrag, Podiumsdiskussion und Abschlussvortrag ist keine Anmeldung erforderlich.

Einschreibung

Bitte schreiben Sie sich am Dienstag, 6. September zwischen 15.30 und 17.45, oder am Morgen des Mittwoch, 7. September von 8.00–13.00 Uhr im Kongressbüro ein. 

Weitere Informationen

www.ganph.de

Zum Thema

Nach Berlin (2004), Hamburg (2007), Würzburg (2010) und München (2013) findet der fünfte grosse Kongress der Gesellschaft für antike Philosophie (GANPH) vom 6.–9. September 2016 an der Universität Zürich statt und ist der politischen Philosophie der Antike gewidmet.

Übereinstimmend mit dem Selbstverständnis der 2001 gegründeten GANPH zielt der internationale Kongress darauf ab, die vitale Bedeutung der Antike für unsere Kultur im allgemeinen und speziell für die philosophische Reflexion über den Menschen als «politisches Lebewesen» sowie die gesellschaftlichen Voraussetzungen gelingenden Lebens in Erinnerung zu rufen und für die gegenwärtige Diskussion fruchtbar zu machen.

Das Programm enthält Vorträge auf Deutsch und Englisch zu folgenden Themenbereichen:
• Recht und Gerechtigkeit (inkl. Ökonomie)
• Legitimation von Herrschaft
• Herrscher- und Bürgertugenden
• Politische Ordnungen (insbesondere Demokratie, ebenfalls Utopie)
• Gute Polis und gutes Leben (inklusive philosophische Anthropologie)
• Krieg und Frieden nach innen und aussen
• Politik und Religion

Im Eröffnungsvortrag, der von Bundesrat und Bundespräsident a. D. Moritz Leuenberger gehalten wird, sowie in der Podiumsdiskussion, an der auch der Staatssekretär Mauro Dell’Ambrogio und der FAZ-Journalist Thomas Gutschker mitwirken, soll die praktische Seite der Politik ebenfalls zu Wort kommen und die Bedeutung des antiken Denkens für heute ausgelotet werden. Speziell für den akademischen Nachwuchs ist das «Doktorierendenforum» vorgesehen, an dem sechs Dissertationsprojekte präsentiert und diskutiert werden.

Die internationale Tagung richtet sich an alle, die an der antiken politischen Philosophie und insbesondere an den bis heute ausserordentlich stark nachwirkenden Reflexionen Platons und Aristoteles’ interessiert sind – mit andern Worten gleichermassen an die «Scientific Community» wie auch an eine breitere Öffentlichkeit.

Referierende

Programm (PDF, 333 KB)

Eröffnungsvortrag: Bundesrat und Bundespräsident a.D. Moritz Leuenberger (Zürich), „Das Gute, das Nützliche, die Polis“

Abschlussvortrag: Ulrich Rudolph (Universität Zürich), „Zwischen Platon, Ardaschir und Mohammed: Politische Philosophie in der islamischen Welt“

Podiumsdiskussion: Hat das antike Nachdenken über die Grundlagen des menschlichen Zusammenlebens heute noch irgendwelche Relevanz? Mauro Dell’Ambrogio (Staatssekretär für Bildung, Forschung und Innovation, Bern), Thomas Gutschker (Politische Redaktion der «Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung»), Béatrice Lienemann (Goethe-Universität Frankfurt a. M.), Christof Rapp (Ludwig-Maximilians-Universität München); Moderation: Christine Abbt (Universität Luzern)

Weitere Vortragende und Themen in alphabetischer Reihenfolge:

Cinzia Arruzza (New York), „Plato’s Critique of Tyranny as a Critique of Democracy in Republic VIII and IX“

Rachel Barney (Toronto), „Protagoras on Justice and Human Nature: Myth and Social Theory in the 'Great Speech“

Philipp Brüllmann (München), „oikeiôsis und Gerechtigkeit“

Sabine Föllinger (Marburg), „Ökonomie für die Polis: Ein moderner Blick auf Platons Überlegungen zur Wirtschaft“

Rolf Geiger (Erlangen/Nürnberg), „ ‚Die jetzt so genannten Könige und Machthaber‘. Zur Revision politischer Begriffe in den Platonischen Dialogen“

Giovanni Giorgini (Bologna), „Democracy and relativism in Plato and the Sophists“

Melissa S. Lane (Princeton), „Plato’s Refashioning of Liberty on ‘Spartan’ Lines: Rule as Requiring Willing Obedience to Rulers“

Bruno Langmeier (Würzburg), „Der Mensch als das ruchloseste und wildeste Tier. Zum Menschenbild in der Politik des Aristoteles“

Glenn W. Most (Pisa), „Sad Stories of the Death of Kings: Sovereignty and Monarchy in Greek Tragedy“

Dominic O'Meara (Fribourg), „How Military Science relates to Political Science in the anonymous Justinianic dialogue On Political Science“

Catalin Partenie (Bucharest), „The Polis and the Cosmos. War and Peace in Plato’s Timaeus and Critias

Pierre Pellegrin (Paris), „Aristotle, on stasis as a necessary state of cities“

Georg Rechenauer (Regensburg), „Kosmos und Polis bei Demokrit“

Michael Schramm (Göttingen),„Politische Theologie und Religionspolitik bei Kaiser Julian“

Eckart E. Schütrumpf (Boulder), „Die Obsession mit Gerechtigkeit in der Deutung von Aristoteles´ politischer Theorie“

Giulia Sissa (Los Angeles), „Politics of Pleasure and Care. Democracy and Utopias“

Emidio Spinelli (Roma), „Justice, Law, and Friendship: Ethical and Political Topics in the Garden“

Wiebke-Marie Stock (Bonn), „Die innere Stadt und die Stadt der Welt. Das Politische bei Plotin“

Panagiotis Thanassas (Thessaloniki), „Heraklit: Eine Ontologie des Politischen“

Christian Tornau (Würzburg), „Nächstenliebe versus Paternalismus? Politische Philosophie und Tagespolitik in einigen Briefen Augustins aus dem Umfeld von De civitate Dei

Georgia Tsouni (Bern), „Aristotelian phronēsis as the cardinal political virtue“

Marcel van Ackeren (Münster/Köln), „Rom und Kosmos. Zur politischen Philosophie in den Selbstbetrachtungen Marc Aurels“

Doktorierendenforum (Round Table)

Mit dem als Round-Table-Gespräch konzipierten Doktorierendenforum wird ein im Rahmen des 3. GANPH-Kongresses in Würzburg erfolgreich erprobtes Veranstaltungsformat fortgesetzt. Dabei wird sechs in einem kompetitiven Verfahren ausgewählten Nachwuchswissenschaftlern die Vorstellung ihrer Promotionsprojekte ermöglicht.

Für jedes Projekt stehen ca. 25 Minuten zur Verfügung (d.h. max. 15 Minuten Projektvorstellung, 10 Minuten Diskussion). Ein Ziel der Round-Table-Gespräche ist es, jüngere und erfahrenere Gelehrte „ins Gespräch“ zu bringen; darüber hinaus können die Gespräche auch als Forum für Doktorierende dienen, um deren Kontakte untereinander zu intensivieren.

Moderation: Christof Rapp (München)

Projektvorstellungen

Oliver Bruns (Oldenburg), „Gegen die »anarchische« Demokratie: ἄρχειν im politischen Denken Platons und Aristoteles“
Christopher Diez (Erlangen), „Religion und Politik bei Cicero. Untersuchungen zur rhetorisch-dialogischen Inszenierung, zum skeptischen Ansatz und zum intendierten Leserkreis von De natura deorum
Ercole Erculei / Manuel Lorenz (Bonn/Köln), „Popularität und pädagogische Wirksamkeit: Heiden und Christen im Streit um die politischen Nützlichkeit ihrer Lehren“
Simon Krause-Heiber (Halle [Saale]), „Politische Ethik im antiken Judentum am Beispiel der Estherbücher“
Hans Lauritz Noack (Marburg), „Eudaimonie nach Rezept. Wie in den Nomoi gewöhnliche Bürger durch
ein komplexes Regelwerk glücklich werden sollen“
Theofanis Tsiampokalos (Athen/Zürich), „Getting Life Better: Plutarch’s Views on the Development of the Good Polis“