Prüfungen

Die meisten Leistungsnachweise in der Lateinischen Philologie gehören zu Modulen mit Unterrichtseinheiten. In diesen Fällen wird in der ersten Semesterwoche über allfällige Prüfungstermine informiert. Im Folgenden werden konkrete Angaben zu den Selbststudium-Modulen im Bachelor und Master gemacht. Genauere Informationen zu den einzelnen Modulen entnehmen Sie dem offiziellen Vorlesungsverzeichnis und den Wegleitungen zum Bachelor bzw. Master in Lateinischer Philologie.

Übersetzungskompetenz (Akzess Latein), Bachelor

Die schriftlichen Prüfungen des Pflichtmoduls Übersetzungskompetenz (Akzess Latein) zu 6 ECTS Credits finden immer anfangs Februar und anfangs September statt, damit die Semesterferien zur Vorbereitung genutzt werden können und nach dem Bestehen der Prüfung gleich mit einem Seminar begonnen werden kann. Die nächsten Prüfungstermine sind:

  • Montag, 10. Februar 2020, 10:00-12:00 Uhr, RAG-105 (Anmeldeschluss: 27.1.20)

Die mündliche Prüfung findet innerhalb von zehn Tagen nach der schriftlichen Prüfung statt.

Wichtige Hinweise zur Anmeldung:

  • Besprechen Sie Ihre persönliche Leseliste (s. dazu die Hinweise unten) frühzeitig mit der zuständigen Assistentin Cornelia Ritter
  • Die Anmeldung geschieht nicht über die Modulbuchung, sondern muss bis zum oben genannten Anmeldeschluss bei der zuständigen Assistenz erfolgen.
  • Bei der Anmeldung müssen die persönliche Leseliste und eine Bestätigung über die vorausgesetzten Module (bitte Leistungsnachweise kopieren und Module markieren) eingereicht werden.
  • Buchen Sie für den Februar-Termin das Modul im Frühjahrssemester und für den September-Termin das Modul im Herbstsemester. Wenn Sie es nicht selber buchen, sich aber zur Prüfung anmelden, wird Ihnen das Modul eingebucht.
  • Das Modul Übersetzungskompetenz (Akzess Latein) ist wie alle Pflichtmodule nur einmal wiederholbar. Bei Fragen dazu wenden Sie sich unbedingt an die Studienfachberatung.

Wichtige Hinweise zur Vorbereitung und zur Leseliste:

Zur Vorbereitung auf die Akzessprüfung, in der ein vorher nicht gelesener Originaltext von mittlerer Schwierigkeit in korrektes Deutsch (oder eine andere Landessprache) zu übersetzen ist, sei Folgendes empfohlen: 

  1. Die bereits aus den Sprachübungen bekannte Grammatik von Rubenbauer/Hofmann und der Wortschatz von Vischer sollen repetiert werden, wobei jetzt das Übersetzen aus dem Lateinischen im Vordergrund steht, wodurch die beiden Werke noch einmal mit einem anderen Fokus zu studieren sind. Sollten im Prüfungstext grammatikalische Erscheinungen oder Wörter vorkommen, die in diesen beiden Grundlagenwerken nicht enthalten sind, werden sie erklärt bzw. angegeben. Zudem hat man während der Prüfung die Möglichkeit, die Aufsicht nach drei Wörtern zu fragen. 
  2. Die Übersetzungskompetenz ist durch eine intensive Lektüre von Primärtexten zu erwerben. Damit sollte man möglichst früh im Studium beginnen und bspw. auch in Veranstaltungen besprochene Primärtexte für sich ins Deutsche übersetzen. Neben der privaten Lektüre bieten sich selbstorganisierte Lesegruppen oder natürlich unsere von erfahrenden Dozierenden geleiteten und in der Regel jedes Semester angebotenen Kursorischen Lektüren (3 ECTS Credits) an. Für den Umfang der individuellen Leseliste gelten die folgenden Empfehlungen und Richtlinien:
    Dichtung:
    • Vergil:    Auswahl aus dem Gesamtwerk im Umfang von ca. 500 Versen
    • Ovid:
      a) ein Buch Metamorphosen
      b) Auswahl aus dem restlichen Werk im Umfang von ca. 300 Versen
    • Drama:    eine Komödie oder eine Tragödie
    • weitere Dichtung:
      a) Auswahl aus Lukrez, Catull, Horaz, Properz oder Tibull (gemischt oder mit Schwerpunkt auf einem der Genannten) im Umfang von ca. 200 Versen
      b) Auswahl aus Martial, Juvenal, Ausonius oder Claudian im Umfang von ca. 100 Versen (nur ein Autor)
    Prosa:
    • Cicero:
      a) Auswahl aus den philosophischen und den rhetorisch-theoretischen Dialogen im Umfang von einem antiken Buch
      b) eine Rede
    • Geschichtsschreibung:
      a) ein Buch Livius
      b) Auswahl aus Caesar, Sallust, Tacitus im Umfang von ca. 20 Oxford-Seiten
    • Seneca:    ca. sieben Briefe im Umfang von ca. zehn Oxford-Seiten
    • weitere Prosa: Auswahl aus Petron, Plinius dem Jüngeren und Apuleius im Umfang von ca. 30 Oxford-Seiten, darunter mindestens ein Plinius-Brief
    Die Leseliste wird sinnvollerweise schon früh mit der zuständigen Assistenz oder der zuständigen Professur besprochen, damit es bei der Anmeldung zur Prüfung (s. dazu oben) keine Überraschungen gibt. Das Ziel der Leseliste ist eine breit abgestützte Lektüreerfahrung in den Bereichen Dichtung und Prosa. Selbstverständlich können statt der vorgeschlagenen auch andere Autoren und Werke von vergleichbarem Schwierigkeitsgrad und Umfang gewählt werden, d. h. zum Beispiel, dass die in den Proseminaren und Kursorischen Lektüren behandelten Texte anstelle der aufgeführten Texte ausgewählt werden können.
  3. Zu den Zielen des Akzessmoduls gehört auch die Kenntnis der wichtigsten Gattungen und Epochen. Um dies sicherzustellen, wird neben den bereits absolvierten Modulen die Lektüre einer kleineren Literaturgeschichte vorausgesetzt. Empfohlen wird M. Fuhrmann, Geschichte der römischen Literatur, Stuttgart 1999.
  4. Als Vorbereitung auf den Akzess können die regelmässig angebotenen Übersetzungsübungen (3 ECTS Credits) besucht werden. Darin werden in jeder zweiten Woche ausgewählte Prosa- und Poesietexte unter akzessähnlichen Bedingungen quer durch das literarische Spektrum schriftlich ins Deutsche übersetzt. 

Für weitere Empfehlungen zur Akzess-Vorbereitung vgl. unsere E-Learning-Plattform NetClassics bei Proseminarstufe, Übersetzungskompetenzen.

Vertiefung lateinische Lektürekompetenz, Bachelor/Master

Die freiwilligen Wahlmodule Vertiefung lateinische Lektürekompetenz (grosser Aufwand) zu 6 ECTS Credits und Vertiefung lateinische Lektürekompetenz (mittlerer Aufwand) zu 3 ECTS Credits bieten im Bachelor (nach erfolgreich absolvierter Akzessprüfung) oder im Master die Möglichkeit, eine individuelle Liste von Primärtexten, die nach eigenen Vorlieben zusammengestellt wird, im Selbststudium intensiv durchzuarbeiten und sich darüber prüfen zu lassen.

Vorzubereiten sind je nach Schwierigkeitsgrad des Textes maximal 50–60 Seiten einer Oxford-Ausgabe pro Kreditpunkt. Für die Festlegung des genauen Lektüreumfangs bei konkreten Texten und die Vereinbarung eines Termins für die mündliche Prüfung wende man sich an die Studienfachberatung. Danach wird ein geeigneter Prüfungstermin innerhalb des Semesters gesucht (im Herbstsemester in der Regel spätestens am 10.1. und im Frühjahrssemester spätestens am 20.6).

Lektürekompetenz in lateinischer Literatur, Master

Die schriftlichen Prüfungen des Pflichtmoduls Lektürekompetenz in lateinischer Literatur (6 ECTS Credits) finden immer anfangs Februar und anfangs September statt, damit die Semesterferien zur Vorbereitung genutzt werden können. Die nächsten Prüfungstermine sind:

  • Montag, 10. Februar 2020, 10–12 Uhr, RAG-105 (Anmeldeschluss: 27.1.20)

Wichtige Hinweise zur Anmeldung:

  • Besprechen Sie Ihr Prüfungsthema frühzeitig mit Prof. Dr. Ulrich Eigler. Die verbindlichen Vorgaben dazu entnehmen Sie der Master-Wegleitung.
  • Die Anmeldung geschieht nicht über die Modulbuchung, sondern muss bis zum oben genannten Anmeldeschluss bei der zuständigen Assistentin Cornelia Ritter erfolgen.
  • Bei der Anmeldung muss das vereinbarte Prüfungsthema angegeben werden.
  • Buchen Sie für den Februar-Termin das Modul im Frühjahrssemester und für den September-Termin das Modul im Herbstsemester.
  • Das Modul ist wie alle Pflichtmodule nur einmal wiederholbar.

Vertiefung lateinische Literaturgeschichte, Master

Die Termine der ¾ Stunden dauernden mündlichen Prüfung zu den Wahlpflicht-Modulen Vertiefung lateinische Literaturgeschichte (grosser Aufwand) zu 6 ECTS Credits und Vertiefung lateinische Literaturgeschichte (mittlerer Aufwand) zu 3 ECTS Credits werden individuell vereinbart (im Herbstsemester in der Regel spätestens am 10.1. und im Frühjahrssemester spätestens am 20.6). Nehmen Sie dazu frühzeitig mit Prof. Dr. Ulrich Eigler Kontakt auf. Die verbindlichen Vorgaben zum Prüfungsthema entnehmen Sie der Master-Wegleitung.

Vertiefung lateinische Sprachgeschichte, Master

Die Termine der ¾ Stunden dauernden mündlichen Prüfung zu den Wahlpflicht-Modulen Vertiefung lateinische Sprachgeschichte (grosser Aufwand) zu 6 ECTS Credits und Vertiefung lateinische Sprachgeschichte (mittlerer Aufwand) zu 3 ECTS Credits werden individuell vereinbart (im Herbstsemester in der Regel spätestens am 10.1. und im Frühjahrssemester spätestens am 20.6). Nehmen Sie dazu frühzeitig mit einer Dozentin/einem Dozenten Kontakt auf, die/der im Vorlesungsverzeichnis genannt ist. Die verbindlichen Vorgaben zum Prüfungsthema entnehmen Sie der Master-Wegleitung.

Lateinische Sprachkompetenzprüfung für das Lehrdiplom, Master

Falls Sie die für das Lehrdiplom als fachwissenschaftliche Voraussetzung verlangten Übersetzungsmodule Griechische Sprachkompetenzprüfung für das Lehrdiplom und Lateinische Sprachkompetenzprüfung für das Lehrdiplom (je 3 ECTS Credits) im gleichen Zeitraum absolvieren möchten, kontaktieren Sie die anschliessend für die Anmeldung genannte Stelle frühzeitig, damit ein zusätzlicher Termin organisiert werden kann. Regulär als nächste Prüfungstermine geplant sind:

  • Freitag, 7. Februar 2020, 14:00–16:00 Uhr (Anmeldeschluss: zwei Wochen vorher)
  • Freitag, 4. September 2020, 14:00–16:00 Uhr (Anmeldeschluss: zwei Wochen vorher)

Wichtige Hinweise zur Anmeldung:

  • Die Anmeldung geschieht nicht über die Modulbuchung, sondern muss bis zum oben genannten Anmeldeschluss an studienfachberatung@sglp.uzh.ch erfolgen.
  • Der genaue Prüfungsort wird nach der Anmeldung bekannt gegeben.
  • Buchen Sie für den Februar-Termin das Modul im Frühjahrssemester und für den September-Termin das Modul im Herbstsemester.
  • Das Modul ist ein Wahlmodul und daher theoretisch jedes Semester wiederholbar.
  • Als Vorbereitung werden die Lateinischen Stilübungen empfohlen.