Bericht 2016

Leitung in der Berichtsperiode:
Prof. Dr. Christoph Riedweg

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Zusammenfassung (Management Summary)

Im Berichtsjahr konnte die 2014 erfolgte Fusion des Klassisch-Philologischen und des Mittellateinischen Seminars mit dem Umzug des letzteren an die Rämistrasse 68 auch räumlich vollzogen werden. Die Zusammenführung der beiden Bibliotheken macht die Villa Tanneck zu einem Forschungs- und Lehrzentrum für Griechisch und Latein, das Anziehungskraft weit über den Kanton Zürich hinaus besitzt.
Zu dieser Anziehungskraft haben 2016 die zahlreichen Publikationen und Vorträge von Angehörigen unseres Seminars in der Schweiz, Europa und Übersee ebenso beigetragen wie die Durchführung des Prof. Walter Burkert (1931–2015) gewidmeten Orelli-Tages und die Organisation von drei internationalen Kongressen, zu denen zahlreiche weitere Veranstaltungen hinzukamen.
Im Bereich der Lehre konnte in Zusammenarbeit mit dem Dekanat und der Indogermanistik eine Lösung zur Sicherstellung einer selbständigen linguistischen Ausbildung in Griechisch und Latein gefunden werden, und mit den jetzt definitiv ins Lehrangebot integrierten Veranstaltungen unseres SNF-Förderprofessors Gunther Martin konnte der Verlust, der durch den Rücktritt unserer langjährigen Titularprofessorin Laura Gemelli im Sommer 2016 entstand, einstweilen kompensiert werden. Das kompetitive Freisemester von Prof. Riedweg zur Fertigstellung der Philosophiegeschichte der Kaiserzeit und Spätantike bot dem akademischen Nachwuchs Gelegenheit zu verstärkter selbständiger Lehre.
Verschiedene Nachwuchsforschende konnten dank der Einwerbung von Drittmitteln ihre Dissertations- und Habilitationsprojekte im In- und Ausland vorantreiben. Im Rahmen des International Short Visit Programms des SNF weilte Prof. Irmgard Männlein-Robert (Tübingen) von März bis Mai 2016 am Seminar, während ab Herbst unser ehemaliger Student und Mitarbeiter Prof. Damian Caluori (San Antonio, USA) sein Forschungsjahr am Seminar verbringt.
Die Studierendenzahlen haben sich nochmals leicht erhöht. An dieser positiven Tendenz dürfte sich zunächst noch wenig ändern, da das Seminar von der Fakultät die Ausnahmegenehmigung zur vorübergehenden Weiterführung des Kleinen Nebenfachs bis zur Einführung von Bologna 2020 erhalten hat.