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Seminar für Griechische und Lateinische Philologie

Akademischer Bericht 2001 (Klass.-Phil. Seminar)

Vorsteher in der Berichtsperiode:
Prof. Dr. Christoph Riedweg

Zusammenfassung (Management Summary)

Unter der Bezeichnung "Klassische Philologie" wird seit langem die Beschäftigung sowohl mit der griechischen als auch mit der lateinischen Literatur des Altertums zusammengefasst. Dementsprechend gibt es am Klassisch-Philologischen Seminar je einen Lehrstuhl für Gräzistik und einen für Latinistik. Gegenstand von Forschung und Lehre ist die gesamte literarische Hinterlassenschaft der 'klassischen' Antike, von den Anfängen in mykenischer Zeit (zweite Hälfte des 2. Jahrtausends v. Chr.) über die Hochblüte im 5./4. Jahrhundert v. Chr. (Griechenland) bzw. um die Zeitenwende (Rom) bis in die griechisch-römische Spätantike, wobei auch immer wieder die prägende Fortwirkung dieser Literaturen in Byzanz, im lateinischen Mittelalter und in der Neuzeit von der Renaissance bis in die Gegenwart in den Blick kommt.

Prof. Dr. Therese Fuhrer: Ordinaria für Klassische Philologie/Latinistik.
Prof. Dr. Christoph Riedweg: Ordinarius für Klassische Philologie/Gräzistik; Seminarvorsteher.
PD Dr. Laura Gemelli: Privatdozentin für Klassische Philologie.
Ausserdem haben verschiedene Lehrbeauftragte am Seminar Veranstaltungen gehalten.

  • In der Berichtsperiode waren im Durchschnitt 35 Studierende mit dem Hauptfach Gräzistik und 38 Studierende mit dem Hauptfach Latinistik an der Universität Zürich eingeschrieben.
  • 12 Studierende haben ihr Studium erfolgreich mit dem Lizentiat abschlossen.
  • 16 Studierende sind dabei, eine Promotion zu verfassen; 5 davon haben ihre Dissertation erfolgreich abgeschlossen; 2 Personen schreiben an ihrer Habilitation.
  • Prof. P.J. Parsons, weltweit führender Papyrologe und Regius Professor of Greek in Oxford, führte ein Blockseminar zur Papyrologie durch.
  • Prof. Dr. Th. Fuhrer führte ein Blockseminar "Ironie und Komik in der lateinischen Literatur" (WS 01/02) zusammen mit Prof. R. Nünlist durch.

Am Klassisch-Philologischen Seminar sind verschiedene, auch interdisziplinäre Forschungsprojekte mit internationaler Beteiligung am Laufen (unter anderem zusammen mit den Universitäten Birmingham, Bonn, Heidelberg, Jena, Mannheim). Davon wurde in der Berichtsperiode ein Forschungsprojekt vom Schweizerischen Nationalfonds unterstützt:

  • Prof. Dr. Ch. Riedweg / Ch. Oesterheld MA: "Kyrill von Alexandrien, Gegen Julian: Kritische Edition der erhaltenen Bücher 1 - 10".

Forschungsschwerpunkte (Stichworte):

  • Prof. Dr. W. Burkert (Emeritierter Professor für Klassische Philologie, bes. Griechisch): -> Anthropologie -> Religion -> Alter Orient -> Vorsokratiker.
  • Prof. Dr. Th. Fuhrer (Ordinaria für Klassische Philologie/Latinistik): -> Augustin -> Lateinische Dichtung -> Antike Philosophie.
  • PD Dr. L. Gemelli-Marciano (Privatdozentin für Klassische Philologie): -> Antike Philosophie -> Vorsokratiker -> Atomisten -> Antike Medizin -> Hippokrates.
  • Prof. Dr. H. Marti (Emeritierter Titularprofessor für Klassische Philologie, bes. Latein): -> Rufinus -> Lateinische Literatur der Spätantike -> frühe christliche Literatur.
  • Prof. Dr. Chr. Riedweg (Ordinarius für Klassische Philologie/Gräzistik): -> Pythagoras von Samos und alter Pythagoreismus -> Orpheus und Orphik -> Rhetorik, Literaturtheorien -> Spätantike und Christentum -> Kaiser Julian -> Kyrill von Alexandrien -> Geschichte der Philosophie in den ersten Jahrhunderten nach Christus.
  • Prof. Dr. H. Tränkle (Emeritierter Professor für Klassische Philologie, bes. Latein): -> Dichtung der augusteischen Zeit -> Lateinische Literatur der Spätantike.
  • Die wichtigste wiederkehrende Dienstleistung des Klassisch-Philologischen Seminars besteht in der Organisation und Durchführung der im Reglement über die Lizentiatsprüfung vorgesehenen Ergänzungsprüfungen in Latein und Griechisch (Latinum und Graecum).
    In der Berichtsperiode wurden 4 Latinumsprüfungen abgehalten; von den insgesamt 334 Kandidierenden haben 245 erfolgreich bestanden. Die Graecumsprüfung haben von 9 Kandidierenden 8 erfolgreich abgeschlossen.
  • Die Dozierenden waren als Experten für diverse Prüfungen, als Gutachter nationaler und internationaler Forschungsvorhaben, als Organisatoren von Kongressen sowie als HerausgeberInnen verschiedener in- und ausländischer Zeitschriften, Reihen und Standardlexika tätig.
  • Im Rahmen des "Virtuellen Campus Schweiz" (VCS) beteiligen sich seit Oktober 2000 die wissenschaftlichen Mitarbeiter Dr. Bodo Näf und Dr. Pascal Stoffel am Projekt "Latinum Electronicum", einem Internet-Latinumskurs in vier Sprachen, der von den Universitäten Basel, Neuenburg, Tessin, Zürich und Princeton ausgearbeitet wird.
  • Frau Prof. Dr. Therese Fuhrer ist Mitglied der Trägerschaft des Transdisziplinären Studiengang "Wissenschaft und Weisheit" der Fachstelle für Weiterbildung der Universität Zürich.
  • um 70. Geburtstag von Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Walter Burkert ist der erste Band "Homerica" von Walter Burkerts Kleinen Schriften erschienen und im Rahmen einer akademischen Feier am 2.2.2001 dem Jubilar übergeben worden.
  • Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Walter Burkert, Emeritus für Klassische Philologie, bes. Griechisch, hat am 8.6.2001 den Doctor of Humane Letters h.c. von der University of Chicago erhalten.